MAD DODO 1985

Quick Facts

Name

dodo hug

Sternzeichen

Wassermann, Aszendent Zwillinge

Geburtstag

12. Februar

Ausbildung

Pantomime, Jazzballett, Stepptanz, Akrobatik und Artistik in Bern, Zürich und Rom. Musikalische Autodidaktin (alles weitere mündlich)

Geburtsort

Geboren in Bern, aufgewachsen in 4 Kantonen und 2 Sprachregionen.

Weitere Informationen

Auf 160 Seiten gewährt dodo hug Einblick in ihr Privatarchiv: das Geschenk- und Werkbuch «madâme dodo – Die Chamäleondame». Hardcover, 23,5 x 27 cm, integriertes Songbook mit 40 Seiten Songs, Noten und Raritäten-CD.
Hier erhältlich (bei Zytglogge)!

dodo hug Biografie

Synopsis

Dodo Hug, auch als «madâme dodo» bekannt, ist seit den frühen 70er Jahren in der Musikszene aktiv. Ihre ersten Erfolge feierte sie als Strassen- und Beizenmusikantin in Berns Altstadt. Hier wurde sie vom Jazzmusiker Bruno Spoerri entdeckt, der ihr riet, den Wohnsitz nach Zürich zu verlegen. Dort stellte er sie dem Liedermacher Hanspeter Treichler als Gesangspartnerin vor. Gleichzeitig wurde sie als Musiklehrerin an die Jugendmusikschule Effretikon ZH engagiert.

Bekannt wurde Dodo Hug vor allem durch ihre warme, wandlungsfähige Stimme, ihre musikalische Stilvielfalt, ihre komische Begabung und das aussergewöhnliche Sprachtalent. Sie spricht mit Leichtigkeit mehrere Schweizer Dialekte und 4 Sprachen akzentfrei. Ihre Lieder sang sie seit Anbeginn ihrer Laufbahn in Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Jiddisch und Englisch. Ausserdem hat sie einen dodoistischen Hang zu Wortkreationen, liebt das sprachliche Fabulieren und möchte am liebsten noch Hebräisch, Russisch und Chinesisch lernen. Als Musikerin innerhalb der Band spielt Dodo Hug Gitarre, Cuatro, Ukulele, Mandoline sowie diverse Perkussionsinstrumente.

Ihre ersten grossen Erfolge feierte Dodo Hug mit ihrem 1982 gegründeten Ensemble MAD DODO. Mit dabei die bretonische Chansonnière Dominique Brod, der Kontrabassist Bruno Brandenberger und der Lichttechniker & Magier Christoph Ausfeld. Mit ihrem ersten komödiantischen Musikprogramm tourten sie erfolgreich durch die Schweiz und halb Europa, produzierten 2 LPs und waren in Radio, Fernsehen und Printmedien präsent. Der Name MAD DODO, ursprünglich abgeleitet von «madâme dodo», war übrigens Christoph Marthalers Idee, mit dem Dodo Hug ein paar Jahre musikalisch unterwegs war. MAD DODO bestand in unterschiedlicher Zusammensetzung von 1982 bis 1993. Nach der Auflösung des Ensembles begann Dodo Hug eigene Songs zu schreiben und suchte sich einen Produzenten für ihr erstes Soloalbum ORA SIAMO NOW. Sie fand ihn in der Person von Düde Dürst, dem Drummer von Krokodil und Les Sauterelles. Gleichzeitig lernte sie ihren künftigen Bühnen- und Lebenspartner, den sardisch-schweizerischen Cantautore und Musiker Efisio Contini kennen, mit dem sie, und ihre eben gegründete Band, fortan musizierten. 2003 spielten die beiden ihr erstes Duo-Programm. Seither ist sie abwechslungsweise im Duo oder mit Band unterwegs.

Frühe Jahre

Nach ersten Lern- und Wanderjahren mit vielen Brotjobs, u.a. im Verkauf, im Gastgewerbe, als Bürokraft und in Pflegeberufen, während derer sie nebenbei stets weiter musizierte, holt sie der Jazzmusiker Bruno Spoerri nach Zürich und vermittelte ihr sogleich die ersten Profi-Jobs. In der Folge sang sie zwei Jahre mit dem bekannten Liedermacher und Poeten Hans Peter Treichler, heute Schriftsteller und Historiker, und dem Flötisten Werner Pfister täglich in einem grossen Zürcher Hotel – aber auch in Schweizer Kleintheatern – mittelalterliche Weisen und alte Volkslieder.

1975 gründete Dodo Hug zusammen mit Pepe Solbach (Ex-Minstrels) und Christoph Marthaler (damals Musiker, heute erfolgreicher Theatermann) das Ensemble TaroT. Als Gaukler, Musikanten, Sänger und Komödianten tingelte das Trio ein paar Jahre durch die eben entstandene Schweizer Kleinkunst- und Kellertheaterszene mit ihren Parodien und Persiflagen, mit Songs und Weltmusik aus ganz Europa. Ende 1978 wurden TaroT als Theatermusiker und Mimen ans Zürcher Schauspielhaus verpflichtet, woraus sich der Kontakt zum Schauspieler und Zirkusfan Peter Brogle ergab, der Dodo und Christoph für sein fahrendes Theaterprojekt «Peter Brogles Schaubude» anheuerte. Es wurde ein Theaterspektakel der Sonderklasse mit Theater, Musik, Gesang, Poesie, Artistik, Tanz und Jonglage, mit dem die Gaukler, Komödianten und Musikanten von März bis November 1979 in 11 Schweizer Städten gastierten.

Musicienne/Comédienne

Nebst der Musik war Dodo Hug seit ihren Anfängen stets in Bewegung. Ihre Ausbildung genoss sie bei Lehrern wie E.G. Boettger (Pantomime), Daisy Stürm und Laurentius Joss (Jazzballett), Lydia Levy (Stepptanz), Roy Bosier (Mime/Clown), Andrej Leparsky (Mime), Julie Goell (Movement, Improvisation, Theater, USA), Don Jordan (Akrobatik) und Christoph Marthaler (Improvisation, Theater) in Bern, Zürich und Rom.

Ein wichtiger Eckpfeiler in Madâme Dodos Laufbahn war sicher die Zusammenarbeit mit Christoph Marthaler. Zunächst die Bühnenjahre mit TaroT, als Marthaler die Komikerin in ihr erweckte, später gefolgt von Erik Satie Liederabenden (Blanc & Immobile) und den ersten Theaterproduktionen Marthalers in Zürich und Basel (Indeed, Stägeli uf – Stägeli ab, Pro Helvetia). Aus Dodo Hug wurde aber keine sogenannte Marthaler-Schauspielerin, denn sie wollte unbedingt ihren eigenen musikalischen Weg weiterzugehen.

Dennoch zeigte sich Dodo Hug in dieser Zeit vermehrt auch als Schauspielerin und Comedienne in Fernseh-Musikfilmen wie KÖNIG DAVID, JEANNE D'ARC oder in DIE SCHWARZE SPINNE von Werner Düggelin und Armin Brunner und in DAS LIED VON DER VERGÄNGLICHKEIT von Adrian Marthaler. Oder in Kinoproduktionen wie BIG DEAL (Markus Fischer), DÜNKI SCHOTT (Tobias Wyss und Franz Hohler) oder DIE WANDLUNG (Hugo Sigrist und Mitgliedern von Zampanoo’s Variété).

Das musikalisch-komödiantische Ensemble MAD DODO bestand in wechselnder Besetzung (Trio bis Quartett) von 1982 bis 1993. Unzählige Tourneen führten durch die Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich und auch zu längeren Gastspielen an die Expo 1992 nach Genua und Sevilla. Für die Sendungen KELINTHEATER und DEMNÄCHST IN produzierte das Schweizer Fernsehen zwei 45-minütige Filme von MAD DODO. Aus den beiden LPs MAD DODO und MAD DODO LIGHT wurde 1993 die CD JUKE BOX, gefolgt von DE LA MUSIQUE À LA FOLIE.

Die eigene Band

Nach der Auflösung von MAD DODO kehrt Dodo Hug zurück zu ihren musikalischen Wurzeln und beginnt in der Folge eigene Chansons und Lieder zu schreiben. 1993 trat wie gerufen Efisio Contini in Dodo Hugs Leben. Sein Lied LASCIAMI ANDARE steht ganz am Anfang und ist gewissermassen auch das Credo für ihre Beziehung – loslassen. Sie verlieben sich und heiraten 1995.

Extra für Dodo Hug und die Kinderhörspielreihe SiggSaggSugg von Radio DRS1 schrieb Rosalina Zweifel 2003 die Kindergeschichte vom ÄNTLI GUNDULA, zu der Efisio Contini den Soundtrack komponierte. Der Regisseur Buschi Luginbühl inszenierte die Geschichten sowohl fürs Radio wie später auch für die Bühne.

Die oft als «Grande Dame» der Schweizerischen Kleinkunstszene bezeichnete madâme dodo hug feierte 2014 ihr 40. Bühnenjubiläum mit der Best-of-CD DIGI TALES 2003–2013, einem Querschnitt ihres musikalischen Schaffens der letzten Dekade. Der autobiografische Song VIELSITTICH ist zugleich der Titel des aktuellen Bühnenprogramms von dodo hug & Band, mit dem sie weiterhin unterwegs ist und sich dabei immer wieder neu erfindet.

2016 veröffentlichten Dodo Hug und Efisio Contini ihr drittes Duo-Album, SORRISO CLANDESTINO – WORKING SONGS & MAVERICK BALLADS, mit hochaktuellen Chansons und Liedern über Arbeit und Migration.

Persönliche Highlights

1973-75 • Musiklehrerin an der Jugendmusikschule Effretikon
1982-1993 • MAD DODO
1985 • «Salzburger Stier»
1992 • Expo Sevilla und Genua (colombo novantadue) mit MAD DODO
1992 • «Deutscher Kleinkunstpreis»
1993 • Werkjahr der Stadt Zürich
1993 • Beginn Songwriting und Komposition
1993 • Beginn Zusammenarbeit mit Efisio Contini
1993 • Konzerte in Kunming/China, mit dem Musiker Hardy Hepp und Band
1996-2006 • Jurymitglied ktv-atp Schweizer Kleinkunstpreis, Thun
1999-2009 • Singwochen Schweizerischer Blinden- und Sehbehindertenverband
2000 • Expo Hannover, als frei improvisierende Musikerin
2001 • Gründung hugini music productions
2000-2002 • Jurymitglied Prix Courage
2002 • Expo Neuchâtel, mit dodo hug & band
2006 • Veröffentlichung des Buchs «madâme dodo – die Chamäleondame»
2014 • 40. Bühnenjubiläum mit einer Première im «Kaufleuten», Zürich


Das Buch «Die Chamäleondame» ist bei Zytglogge erhältlich!